Kermit auf Reha

Ja, es war zu befürchten. Kermits Zustand war Altersebedingt und seinem bewegten Vorleben wegen wirklich nicht mehr so prickelnd – wir berichteten.

Deshalb ist Kermit nun in eine Rehaklinik in „WeitWeitWeg“ für einen ca 2-3 wöchigen Schönheitsaufenthalt eingeliefert worden.

Der ganze Kermit? Nein, nur die obere Hälfte. Die Untere steht brav daheim und harrt der Dinge, die da kommen mögen.

Wenn man mit Anhänger durch den Freitagsverkehr schön gemütlich fährt, tut dies dem Verbrauch des Zugfahrzeugs auch ganz gut:

So was motiviert!

Wir haben die letzten Wochen absichtlich an Kermit die Arbeit ruhen lassen, da wir ehrlich gesagt nicht wussten, wer uns die Karosserie schweissen soll. Selbst würde die wahrscheinlich unsere Fähigkeiten und die uns zur Verfügung stehende Zeit überschreiten, ergo MACHEN LASSEN.

Und – als zusätzliche Motivation dann DAS:

Nenngeld bezahlt haben wir auch schon – damit ist es offiziell! Wir sind 2020 wieder dabei und dies natürlich mit Kermit!

Transsylvania Trophy 2020

Als das Infomail von Christian kam, das es nächstes Jahr wieder eine TT gibt, welche wieder in Serbien stattfinden wird, aber anspruchsvoller sein wird, war klar: ANMELDEN. SOFORT. Startnummer sollte gaaaaanz niedrig sein 😉

Und wir sind sehr motiviert, wieder mit dem Gespann Black Beauty und Kermit zu starten. Kermit braucht zwar Zuwendung, aber wir wollen. Umso schwerer das Gelände, umso besser kann unser Kleiner performen, das wissen wir seit der TT18.

2019 war ja eher Super-G statt Slalom, aber 2020 wird für uns passen.

Wir freuen uns!

Und um es gleich loszuwerden: DANKE an Christian und sein geniales Team, das ihr Euch das wieder antut – wir wissen es sehr zu schätzen und freuen uns drauf wie wahnsinnig!

Link: https://www.transsylvania-trophy.com/ (Stand 26.8.19 – da ist Luft für Updates)

Transsylvania Trophy 2019

Die Transsylvania Trophy 2019 ist Geschichte und wir waren wieder dabei. Dieses Jahr in Serbien, genauer gesagt rund um Zlatibor.

Leider ohne Kermit, der hat an der Karosse so weitreichende Durchrostungen, das die dafür notwendigen Schweißarbeiten in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht machbar gewesen wären – zumindest nicht für uns.

Die Konstellation sah deshalb so aus: Wolfgang fuhr dieses Jahr selbst mit deinem Puch 300GE, Martin machte den Copiloten und absolut genialen Navigator, Gerald lenkte wie gehabt den erprobten Defender „Black Beauty“ mit mir am Nebensitz.

So konnte ich eine Woche lang navigieren üben, was mir sehr gut getan hat und auch fast so viel Spaß gemacht hat wie selbst zu fahren. Inzwischen ist Quo Vadis für mich nicht nur ein kurzer Satz in einer mir verhassten Sprache, sondern eine Navigationssoftware, deren Grundbegriffe ich nun kenne. Eingeben von Wegpunkten, eine Route erstellen, richtige Karte aussuchen usw. – eigentlich alles kein Problem, wenn man weiß wie.

Die Trophy selbst war wieder sehr schön, wenn auch unspektakulär, die Strecken teilweise für unseren Geschmack zu einfach, da konnten wir unsere Stärken kaum ausspielen, nur bolzen und andrücken ist nicht so unser Fall.

Vor allem am 4. Tag waren 140km zu bewältigen, was mit unserer relativ späten Startzeit und einer Stunde Pause für uns nicht in der Sollzeit zu schaffen war. Wobei wir die letzte Stunde wirklich alles gegeben haben und recht viel riskierten. Dafür schaffte ich es, bei einer sportlichen Sonderprüfung (wohlgemerkt noch mal langsam: Ich + Sport!) die zweitbeste Tageszeit zu erreichen.

Im Endresultat sind wir 11. geworden, der letzte Tag waren wir immerhin 5., wie schon im letzten Jahr: Das Potential ist da, ein bissl Pech und man kommt nie mehr voran. Gerade bei solchen Veranstaltungen ist eine spätere Startposition ein echter Nachteil, bei jeder schwierigeren Passage verliert man immer mehr Zeit wegen der vor einem winchenden Kollegen. Aber – es geht ja eigentlich um nichts, eine Woche Spaß unter Freunden, keine großen Ausfälle und ein tolles Erlebnis in Serbien waren es auf jeden Fall wert.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Christian und seinem Team für die tolle Organisation und die vielen helfenden Hände der serbischen Offroader.

Serbien hat sich uns von seiner allerbesten Seite gezeigt, wir waren sicher nicht das letzte Mal hier.

Mit Arbeit und Spucke

…alleine ist es nicht getan, aber wir haben uns entschieden, den Rahmen doch komplett zu strippen und anschließend wie geplant zu verzinken.

Wir haben es probiert mit Abflämmen (geht nicht besonders), Abkratzen mittels elektrischem Schaber, manuell mittels Schraubenzieher (für feine Details gehts net anders) und natürlich der rotierenden Drahtbürste auf der Flex. Tja, es waren dann doch 3 Abende und einige Arbeitsstunden, aber nun überzeugt uns das Ergebnis und wir finden den nackten Rahmen echt sehr gelungen 🙂

Modifikationen

Um für etwaige Befestigungswünsche (Unterfahrschutz, angeschraubte Verstärkungen) gewappnet zu sein, ließ Martin es sich nicht nehmen, den Rahmen mit selbstgedrehten Gewindeeinsätzen zu tunen:

bty

Sinnlose Abschleppösen wurden entfernt:

Eine Hose musste dran glauben:

Anschliessend alles auf den Anhänger verladen fürs Sandstrahlen

bty

Einlauf

Ein kleiner Einlauf für den Rahmen um etwaigen Dreck rauszuspülen mit einem Rohrreinigeraufsatz für den Kärcher – funktioniert hervorragend:

Weiter gehts!

Mit dem richtigen Zahnriemen kam auch eine neue Wasserpumpe an den Motor:

und der „neue“ Rahmen wird vorbereitet:

Anpassen der Windenplatte und Alles abbauen, was beim folgenden Sandstrahlen stört.